Altern und Zeit by Christine Meyer

By Christine Meyer

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Die tägliche Routine ist schuld für diesen Eindruck, so Jerusalemer Forscherinnen und Forscher. Beim Ablauf vertrauter Handlungen schaltet das Gehirn sozusagen auf Autopilot. Die mit Routine ausgeführten Tätigkeiten werden somit als Untätigkeit empfunden und ignoriert. Die Zeit vergeht scheinbar langsamer, wenn Neues und Ungewöhnliches erlebt wird, d. h. wer Zeit verlangsamen will, muss Routinen vermeiden (vgl. Cosmopolitan 10/2004). Diese Erkenntnis stärkt die Forderung nach dem Erlernen einer Reflexionsebene, die für jedes Leben in- und außerhalb von Erwerbsarbeitssystematiken eingezogen werden müsste, um aktiv Aufmerksamkeitsprozesse in Bezug auf die eigene Zeit – Lebensgestaltung inszenieren zu können.

Die Götter und deine Väter entscheiden, wann du stirbst. Du kannst also gar nicht mitreden. Warum also diese Hetzerei? Du kannst sowieso nicht vor deiner Zeit sterben“ (Okpi 1998, S. 8). Mit dem Nachdenken über Zukunft im Alter ist ebenso die je eigene Endlichkeit mitgemeint. Es kann also die Frage nach dem Leben im Alter gestellt werden und zugleich kommt die Frage nach dem Sinn des Lebens im Alter auf, das begrenzt ist durch den eigenen Tod. Implizit ist hierin bereits die Frage enthalten, ob der Tod als Begrenzung des Lebens zu werten ist oder ob nicht mit dem Tod erst die Vollständigkeit des Lebens erreicht wird (vgl.

Mit der Ausweitung des Alters an Jahren und in der Anzahl nimmt ebenso die Vielfältigkeit an Lebensentwürfen im Alter zu. Dieses bedeutet zugleich konkret auch anwachsende Bedarfe bei sich vervielfachenden und ausdifferenzierenden Lebenslagen, zunehmende Hilfe- und Pflegebedürftigkeiten, bei zunehmend mehr und älter werdenden Menschen. 3 Die Zeit ist älter als das Altern – Altern verändert die (Zeit-)ordnung der Gesellschaft Die Altersphase wird öffentlicher durch ihre zeitliche Ausdehnung, den absehbaren demographischen Wandel sowie durch den Strukturwandel des Alters.

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